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Der Teestrauch gehört zur Gattung der Kameliengewächse und zur Familie der Theaceae bzw. Ternströmiazeen. Die Bezeichnung „T’e“ stammt aus einem chinesischen Dialekt und wurde zusammen mit dem Getränk auch in Europa übernommen. Je nach Blattform unterscheidet man die gross- und breitblättrige Stammpflanze „Thea (Camellia) sinensis assamica“ und die schmalblättrige Stammpflanze „Thea (Camellia) sinensis sinensis“. Durch immer neue Kreuzungen dieser beiden Pflanzen wurde die besonders widerstandsfähige und ertragreiche Assam-Hybride gewonnen, die in fast allen Teeplantagen der Welt angebaut wird. Der botanische Name „Thea“ wurde durch den deutschen Arzt und Forschungsreisenden Engelbrecht Kaempfer (1651-1716) und den schwedischen Botaniker Carl von Linné (1707-1778) eingeführt.
Tee hat seinen Ursprung in China in der Provinz Yunnan (sinensis sinensis), sowie in Indien in der Provinz Assam (sinensis assamica). Grundsätzlich wächst der Teestrauch zwischen dem 42. nördlichen Breitengrad und dem 29. südlichen Breitengrad.
Nachdem Tee auch in Japan kultiviert wurde und der Tee nach Europa kam, machten sich die englischen Kolonialherren Gedanken, wo man den Tee noch anbauen könnte?
Was lag da näher, als in den eigenen Kolonien anzufangen, nämlich in Indien! Seit Anfang des 20. Jahrhunderts bis heute hat Indien es geschafft, das Land der Erde zu werden, welches als grösster Produzent von Tee seit Jahren die Nummer 1 ist. Und dies nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ. Heute wird in über 40 Ländern eine systematische Nutzung des Teestrauches betrieben. Die wichtigsten sind:
Wesentlich unbedeutender sind viele Länder in Afrika, wie Zaire, Mocambique, Ruanda, Mauritius, Malawi, Tansaniea, sowie die Türkei, Georgien, Peru, Iran, Neu-Guinea und viele andere.
Ausser Japan liegen die Länder alle um den Aequator herum. Denn dort ist das Klima für die hochsensible Pflanze optimal. Wärme, Regen und keine allzu grossen Temperaturschwankungen.
Im weltbekannten Teeanbaugebiet Darjeeling in Nord-Indien, zu Füssen des Himalaya-Gebirges wächst der „Champagner“ unter den Tees, und das auf ein Meereshöhe von bis zu 2500 m.
Jedes Ursprungsland hat typisch schmeckende Tees, die wir Ihnen nachstehend erklären:
Asien:
Indien:
Nord-Indien:
Darjeeling: hier wächst der "Champagner" unter den Tees. Auf einer Höhe bis zu 3000 m über n.n., an den Südhängen des Himalayagebirges sind die Gegebenheiten so, dass es 4 verschiedene Teeernten gibt, die sich zeitlich unterscheiden.
First flush, d. h. erste Ernte, fängt generell Anfang März an und dauert ca. 6 Wochen. Die Tees zeichnen sich durch eine recht helle, sehr aromatische Tasse aus, die Blätter sind leicht grünlich.
Beim second flush, der 2.Haupternte sind die Blätter etwas bräunlicher und der Abguss dunkler, etwas kräftiger und leicht würzig. Diese Ernte findet im Mai/Juni statt und dauert ebenfalls ca. 6 Wochen.
Den Rest des Jahres finden wir durchschnittliche Tees, die, falls die Tees die Herbstsonne annehmen, einen ganz bestimmten Geschmack annehmen, wir reden dann von "autumnals".
Assam:
Das grösste zusammenhängende Teeanbaugebiet der Welt im Nord-Osten Indiens. Der First flush spielt hier fast keine Rolle, denn die meisten Tees werden als Second flush gepflückt. Dunkel abgiessende, kräftig-würzig schmeckende Tees finden in der ganzen Welt ihre Liebhaber.
Südindien - Nilgri:
Während in Nord-Indien die Produktion im Winter ruht, wird in Südindien das ganze Jahr hindurch produziert. Die besten Qualitäten gibt es zwischen Januar und März und Ende Juli/Anfang August. Die Tees sind recht schwarz im Blatt und haben eine Ceylon-ähnliche Tasse
Ceylon:
In der Teesprache sprechen wir immer noch von Ceylon, obwohl der offizielle Name längst Sri Lanka ist. Auf Ceylon haben wir 3 Hauptanbaugebiete.
Uva: östlich vom Adams Peak, mit den besten Tees im Juni und September, wenn der Monsun die Westseite des Adams Peak heimsucht. In dieser Trockenzeit werden die saftig-herben aromatischen Tees geerntet.
Dimbula:gerbstoffärmer als die Uva-Tees, Toperntezeit: Januar und März. Weich und rund im Geschmack.
Nuwara Eliya (gesprochen: N`urelia) unterhalb des Adams Peak finden wir durch das Jahr hindurch feine Qualitäten, die allerbesten jedoch im Januar und März.
Die Höhenlagen auf Ceylon sind bei ca. 1.800 m, wo die Toptees geerntet werden. Weniger hochqualitative Tees wachsen hinab bis zu den Reisanbaugebieten.
Generell kann man sagen, dass Ceylon Tee einen angenehm herben Geschmack aufweist.
China – die meisten Tees werden zwischen April und September geerntet.
Keemun:
Hier im Süden wächst der bekannteste Schwarztee Chinas. Er besticht durch seine leicht süssliche Tasse und seine sehr akkurate Verarbeitung, was die Blätter fast alle gleich gross sein lässt.
Yunnan:
Ein kräftig-erdiger Tee mit goldenen Blattspitzen. Es gibt noch weitere Anbaugebiete, aber dort werden primär Tees produziert, die später in Mischungen landen.
China ist zur Zeit der 2.grösste Teeproduzent und der 3.grösste Exporteur der Welt.
Indonesien:
Java:
Auf dieser Insel, wo es noch Warane und andere Urechsen gibt, wächst besonders in der Trockenzeit im Juli/August/September der bekannte "trockene Java Tee.
Sumatra:
Durch das ganze Jahr hindurch können hier gleichmässige Qualitäten hergestellt werden. Der Tee ist recht kräftig und dunkel färbend in der Tasse.
Afrika:
Kenya:
Das einzige Land in Afrika, in dem sowohl orthodoxer als auch CTC-Tee hergestellt wird. Besonders beliebt dank seiner kräftigen Tasse ist der Tee in England. Auch für Mischungen wird Tee aus Kenya gerne genommen. Der beste Kenya Tee aus dem Meru-Distrikz besticht durch seine Frische und den leicht zitrusartigen Geschmack. In Kenya wird das ganze Jahr über produziert, die besten Tees werden von Dezember bis März geerntet.
Andere afrikanische Länder:
Mosambique, Malawi, Uganda, Zimbabwe, Burundi, Ruanda, Madagaskar, Kamerun, Mauritius.
In all diesen Ländern gibt es grosse Teeplantagen, die meisten dieser Tees, die in den Export kommen, werden jedoch auch für Mischungen verwendet.
Ein besonderer Tee in unserem Sortiment ist ein Tee von den Seychellen. Auf dieser Insel im indischen Ozeanen, im übrigen ja auch ein beliebtes Ferienziel, werden recht mild schmeckende Tees hergestellt. Mit einem Hauch Vanille ist dieser Tee zum Genuss.
Japan:
Als 2.ältestes Teeanbauland haben die Japaner bis jetzt treu an der Herstellung von Grüntee festgehalten. Als einziges Erzeugerland wird dort ausschliesslich Grüntee produziert, obwohl natürlich auch in Japan schwarzer Tee getrunken wird, aber der muss importiert werden. Der kalkhaltige Boden lässt es zu, dass sich die Tees dort wunderbar entfalten können. Weltberühmt ist die traditionelle japanische Teezeremonie. Bei uns finden Sie die dazu notwendigen Utensilien.
Taiwan:
Auf der Insel Formosa wird eine weltbekannte Spezialität hergestellt: Der Oolong. In 3 verschiedenen Qualitätsstufen gibt es diesen. Wir führen sowohl den günstigen Oolong als auch den TOP FORMOSA FANCY OOLONG.
Südamerika
Argentinien:
hier im Land der Rinder und der Gauchos wird während der Monate Oktober – April eine Qualität produziert, die dem Geschmack von uns Mitteleuropäern eher weniger zusagt.
Brasilien:
Im Fussball spielen sind sie besser als in der Produktion feinster Tees, es gilt das gleiche wie für Argentinien.
Diverse:
Georgien, Türkei, Iran, Irak, Malaysia, Neu-Guinea
Hier werden Qualitäten produziert, die meist eine saubere Tasse haben, jedoch wenig aromatisch sind und uns daher in unseren Breiten weniger interessieren.
Andere Aufgussgetränke
Genau so lange, wie es Tee gibt, werden Kräuter gesammelt und getrunken. In unserem Sortiment finden Sie natürlich auch einige dieser Kräuter und einige exquisite Mischungen. Besonders zu empfehlen sind unsere Kräutermischungen aus der Schweiz, die im schönen Emmental gesammelt wurden. Es sind biologisch angebaute Kräuter, die es in 4 verschiedenen Mischungen gibt.
Alle Welt kennt, schätzt und liebt Früchtemischungen. Diese Aufgüsse aus Fruchtschalen, teilweise mit leckeren Aromen veredelt, erfreuen Kinder und Erwachsene gleichermassen. Unser Sortiment umfasst ca. 20 dieser Mischungen.
Seit einiger Zeit kennt man auch bei uns den Rotbusch, im Original Rooibos geschrieben. Diese Pflanze, die seit vielen Jahren in Südafrika, ihrem Ursprung, genossen wird, ist eine Köstlichkeit, die viele Dinge vereint. Die dunkelrote Tasse mit dem prickelnden Aroma macht ihn sehr bekömmlich. Dazu eignet er sich sehr gut als Getränk in den späten Stunden eines Tages. Da Rotbusch kein Koffein enthält, ist es ein ideales Getränk zum Nachtessen, sowohl für Erwachsene als auch für Kinder. Ausserdem ist er sehr gut geeignet, um Mixgetränke oder Cocktails aufzupeppen. Es gibt mittlerweile Bücher über den Rotbusch, in denen auch die Gesundheitsaspekte ausführlich geschildert sind. Natürlich führen wir auch diese Bücher in unserem Shop.
Honigbusch oder Honeybush ist eine weitere Pflanze aus Südafrika, die ebenfalls äusserst gesund ist. Wagen Sie doch einmal, diese Getränke zu verkosten. Es enthält ebenfalls kein Koffein und schmeckt leicht süsslich. Ideal auch für Kinder.